Levéltári Évkönyv 7. (Miskolc, 1994)
A RÉGIÓ GAZDASÁG-, TÁRSADALOM- ÉS MŰVELŐDÉSTÖRTÉNETÉBŐL - Török Márta: Abaúj-Tornai várak a 16-17. századi levéltári források tükrében
BURGEN IN ABAÚJ-TORNA IM SPIEGEL DER ARCHIVARISCHEN QUELLEN AUS DEM 17-18. JAHRHUNDERT TÖRÖK MÁRTA Vom Anfang des 16. Jahrhunderts hat sich die Rolle der aristokratischen Burgen in Ungarn allmählich verändert. Ihre Wohnortsfunktion haben die Schlösser, Herrenhöfe übernommen, die Burgen haben überwiegend Lagerungs- und militärische Aufgaben erfüllt. Dementsprechend hat sich auch ihre Einrichtung geändert, auf die die Kunst der Renaissance ein großer Einfluß nahm. Die Studie stellt den Gang, das Ergebnis der Änderung mit Hilfe der zeitgenössischen Inventare und Ordnungen vor - sucht zugleich Antwort auch auf die Nutzbarkeit dieser Quellentypen. Mit Hilfe der erwähnten Quellen wurden die Burgen Boldogkő, Füzér, Regéc, Szádvár und Torna geprüft. Als Ergebnis können wir uns ein Bild von der Einrichtung, Möblierung des Wohnreumes, den Wirtschaftsgebäuden, der Sanitätsinfrastruktur machen. Gleichfalls sind Kenntnisse über das militärische Personal, die Disziplin und die Strafe zu verschaffen. Es ist festzustellen, daß unsere geprüften Burgen den anderen zeitgenössischen in ihrer Einrichtung nicht nachstehen. Der in Oberungarn typische Renaissanceeinfluß ist auch hier vorherrschend, die Wohnort hat er gleicherweise umgestaltet, wie die ganze Lebensart der Aristokraten. In Verbindung mit den benützten Aktentypen ist unsere Feststellung schon nicht so günstig. Die Inventare und Burgordnungen sind in sich selbst zur Lebensartforschung ungeeignet, kann aber ihre gemeinsame Benützung unsere Kenntnisse genauer, reicher machen.