Szita László (szerk.): Tanulmányok a török hódoltság és a felszabadító háborúk történetéből. A szigetvári történész konferencia előadásai a város és vár felszabadításának 300. évfordulóján, 1989 (Pécs, 1993)

I. Tanulmányok a török alóli felszabadító háború kérdéseiről - LUDWIG HÜTTL: Die Türkenkriege aus der Sicht des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation

22 ln den Territorien zahlreicher {nicht aller) fle/c/jsstände gab es eine gesellschaftliche Hierar­chie von geistlichen und weltlichen Landständen. Hatten die fle/'chsstände (wie Kurbayern, Kur­sachsen, Kurbrandenburg, Württemberg, Bamberg, Würzburg etc.) den Kaiser als Reichsoberhaupt über sich, so waren die Landstände (Prälaten, Adel und Ritterschaft, Städte und Märkte) dem jeweiligen Reichsstand untergeordnet. So ergab sich die Struktur 1/ Untertan (Bauer und nichtprivilegierte Bürger auf Domänen bzw. landständischen Gütern) - 2/ Landstand oder Domänenherrschaft - 3/ Reichsstand - 4/ Kaiser. Kaiser und Reichsstände zusammen übten die Souveränität aus. Dementsprechend kompliziert war die politische Entscheidungsfindung und die Umsetzung der getroffenen Entscheidungen. Die Langsamkeit der Turkenhilfe beruhte deshalb nicht nur auf Rücksichtnahme gegenüber dem mit dem Osmanischen Reich wohlwol­lende Beziehungen unterhaltenden Königreich Frankreich, sondern auch auf der differenzierten Reichsorganisation. Riezler, Sigmund von; Geschichte Baierns, Bd. 7, Gotha 1913, Neudruck Aalen 1964, S. 247­634, und Bd. 8, Gotha 1914, Neudruck Aalen 1964; Hüttl, Ludwig: Max Emanuel. Der blaue Kur­fürst. Eine politische Biographie, München 1976. 24 Petrasch, E. - Zimmermann, E.: Der Türkenlouis, Baden 1955. 25 Wentzke, R: Feldherr des Kaisers. Leben und Taten Herzog Karls V. von Lothringen, Leipzig 1943. ^Hagenau, Gerda: Jan Sobieski. Der Retter Wiens, Wien-München 1983. 27 Sturminger, Walter (Hrsg.): Die Türken vor Wien in Augenzeugenberichten, Düsseldorf 1968, S. 285, 330-331. 28 Hüttl, Ludwig: Max Emanuel (Siehe Anm.23), S.181. ^So die Ansicht der bayerischen Regierung bereits Anfang der 60er Jahre des 17. Jhdts.: Doeberl, Michael: Bayern und Frankreich, Bd. 1 (siehe Anm.13), S. 143. ^Feldzüge des Prinzen Eugen (siehe Anm 19), Bd.1, S.75. 31 Ebd., S. 76-77 32 So 1683, 1688 und 1689. ^Brandenburg war von 1679 bis 1686 mit Frankreich verbündet, da es sich von Seiten Wiens während des Holländischen Kriegs (1672-1679) und des gleichzeitigen Nordischen Kriegs (1675-1679) ungerecht behandelt fühlte. "^Jansky, Herbert: Das Osmanische Reich in Südosteuropa von 1453 bis 1648, in: Schieder, Theodor (Hrsg.): Handbuch der Europäischen Geschichte, Bd. 3, Stuttgart 1971, S. 1171-1172. ^Starnberger, H.: Das Problem der Vorbildhaftigkeit des türkischen Staatswesens im 16. und 17. Jahrhundert und sein Einfluß auf den Eurpäischen Absolutismus, in: XII e Congrès Internati­onal des Sciences Historiques. Rapports IV: Methodologie et Histoire Contemporaine, hrsg. von Mikoletzky, H.L., Wien 1965, S. 201-209; Grothaus, Maximilian: Zum Türkenbild in der Adels­und Volkskultur der Habsburgermonarchie von 1650 bis 1800, ebd., S. 79.

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