Füzes Miklós: Valami Magyarországon maradt - Etwas blieb daheim in Ungarn. A kitelepített magyarországi németek beilleszkedése Németországban - Eingliederung der vertriebenen Ungarndeutschen in Deutschland (Pécs, 1999)
III. Személyes átélés - Nemzeti hovatartozás
Dr. Leber wies den Versuch zur Neugründung der Organisation ebenfalls in einem Rundschreiben, vom 6. Februar 1951, zurück. Er stellte fest, daß die Gruppe von Dr. Gündisch und Dr. Mühl die Menschen, die sich seit 1946 in ihrer Not zusammengefunden hatten, nun wieder teilen wolle. Er beanstandete, daß gerade zwei ehemalige Volksbundsmitglieder eine Neuorganisierung wünschten, und zwar im Rahmen der evangelischen Hilfsorganisation. Dr. Leber befürchtete am meisten die Zerstörung der entstandenen Einheit. Die Gruppe von Dr. Gündisch unterschied seiner Meinung nach drei Typen von Ungarndeutschen: Diejenigen, die sich 1941 zur deutschen Muttersprache und zur ungarischen Nationalität bekannt hatten, seien in ihren Augen „verdächtig". Diejenigen, die vor der Roten Armee nicht geflohen waren, seien in ihrem Kreise „nicht beliebt". Die dritte Gruppe bestand aus den Anhängern von Dr. Gündisch und Dr. Mühl. Die Gruppe Gündisch-Mühl schaffte zwar den Durchbruch nicht, Dr. Gündisch verstarb im darauffolgenden Jahr sogar, trotzdem gewann diese Gruppe an Einfluß, so daß das interne Leben der Landsmannschaft lange Zeit hindurch vom Kampf um die Realisierung der beiden Richtlinien gekennzeichnet war. Die Organisation verstärkte sich trotz der internen Streitigkeiten. Sie errichtete ihre Bezirksorganisationen, dann integrierte sie sich gleichzeitig auf Landes- und Landkreisebene mit den anderen Flüchtlingsorganisationen in Organisationen, die eine gemeinsame Interessenvertretung gewährleisteten. Laut Bekanntgebung von Dr. Leber, Landesvorsitzendem der Ungarndeutschen Landsmannschaft, vom 1. Dezember 1950 wurde der Ungarndeutsche Landsmannschaft für Baden-Württemberg e.V. Kreisverband Ludwigsburg am 14. Januar 1950 gegründet. Der Kreisverband wurde von Einwohnern der Stadt Ludwigsburg und Umgebung ins Leben gerufen. Gleichzeitig wurde Stefan Halbländer zum Kreisvorsitzenden gewählt. Der Kreisverband zählte 1954 318 Mitglieder aus 34 Ortschaften. Ähnliche Verbände waren auch in anderen Kreisen tätig, aber nicht in jedem. Darauf verweist unter anderem, daß im Kreisverband Ludwigsburg auch Mitglieder aus anderen Kreisen zu finden waren. Neben der Integration auf Landesebene waren 1952 integrierte Flüchtlingsorganisationen auch in den einzelnen Landkreisen tätig. Im Landkreis Ludwigsburg bestanden folgende integrierte Flüchtlingsorganisationen: - Landesverband der Vertriebenen Deutschen, Kreisverband Ludwigsburg - Ostdeutscher Heimatbund Baden-Württemberg (Arbeitsgemeinschaft Ostdeutscher Landsmannschaften) - Arbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg der vereinigten Ostdeutschen Landsmannschaften (VOL), Kreis Ludwigsburg. Neben diesen gemeinsamen Organisationen existierten natürlich auch eigene