Füzes Miklós: Valami Magyarországon maradt - Etwas blieb daheim in Ungarn. A kitelepített magyarországi németek beilleszkedése Németországban - Eingliederung der vertriebenen Ungarndeutschen in Deutschland (Pécs, 1999)

III. Személyes átélés - Nemzeti hovatartozás

Anzahl der aufzunehmenden ungarischen Flüchtlinge die 3.000 auch überschreiten könnte. Auch die Kategorisierung der Flüchtlinge wurde präziser. Hierzu wurden die Bezeichnungen „Ungarndeutsche" und „Nationalungarn" verwendet. Das Ministe­rium teilte auch die Begründung dafür mit, warum in erster Linie Ungarndeutsche aufgenommen werden sollten: Mehr als die Hälfte der nach dem Zweiten Weltkrieg Vertriebenen hielt sich im Bundesland Baden-Württemberg auf, darüber hinaus meinte man, die Probleme vieler ungarndeutschen Flüchtlinge durch Wieder­vereinigung von Familien lösen zu können. Das Ministerium gab den Bezirken auch bekannt, daß für die Ungarndeutschen die Aussiedler-Aufnahmequote, fur die 54 Nationalungarn jedoch die Quote der Asylsuchenden Ausländer gelte. Im Verwaltungsbezirk Nord-Württemberg wurden nur Ungarndeutsche aus dem Lager Piding aufgenommen. Diejenigen, die sich bei ihren Verwandten einquartiert hatten, mußten ihren Antrag auf Aufnahme in Piding stellen. Die Anzahl der bis 15. November 1956 Eingetroffenen lag bei 200. Im Verwaltungsbezirk konnten zu dieser Zeit wirklich nicht mehr Personen aufgenommen werden. Mit den National­ungarn befaßte sich sie Ausländerpolizei, da man sie als Ausländer betrachtete, und als solche wurden sie im Lager Valka bei Nürnberg untergebracht, steht es in der 55 Mitteilung des Verwaltungsbezirks. Nach österreichischen Angaben flüchteten bis 23. November 1956 74.000 Ungarn nach Österreich. Die Anzahl der Flüchtlinge stieg trotz der Sschließung der ungarischen Grenze durch sowjetische und ungarische Behörden immer mehr. Unter den ersten 18.000 Flüchtlingen fanden die österreichischen Behörden 5 % Un­56 gamdeutsche vor, deren Anzahl nach ihrer Meinung weiter anstieg. Der zunehmende Strom von Flüchtlingen zwang die Regierungsorgane der Bundesrepublik, immer mehr Flüchtlinge aus Ungarn aufzunehmen. Das Bun­desland Baden-Württemberg, das die Flüchtlinge nach einer 21%-Quote aufnahm, rechnete mit etwa 2.000 Personen. Die drei Fraktionen des Bundesrats (CDU/CSU, FVP, DP) unterstützen die Aufnahme der ungarischen Flüchtlinge, obwohl sie wußten, daß etwa eine halbe Million Deutsche in der Bundesrepublik noch immer in Lagern und Notunterkünften wohnten. Der Ausschuß für Heimatvertriebene beim Bundesrat schlug für das Wirtschaftsjahr 1956 die Genehmigung eines Budgets von 25 Millionen DM zwecks Unterbringung und Versorgung der ungarischen Flüchtlinge und zwecks weiterer Hilfeleistungen vor. Die Zahl der in Deutschland eingetroffenen Flüchtlinge stieg inzwischen immer mehr. An der Sitzung des Bundesrates am 15. Dezember 1956 sprach man von 9.397 Flüchtlingen. Das Flüchtlingsministerium erfuhr bis zum 17. Dezember von 10.500 Flüchtlingen. In der Sitzung des Ausschusses für Heimatvertriebene beim Bundesrat am 4. Februar 1957 sprach man von 14.500 neuen ungarischen Flüchtlingen. In der Sitzung des Ausschusses für Heimatlose Ausländer Baden-Württemberg

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