Baranyai helytörténetírás. A Baranya Megyei Levéltár évkönyve, 1974-1975. (Pécs, 1976)
Német nyelvű összefoglaló (Ford. Szalay Attila)
Arbeitsphasen des landwirtschaftlichen Ackerbaues, mit deren Benutzung und mit verschiedenen juristischen Fällen im Zusammenhang mit dem Rovat bekannt. Das konventionelle Wechselsystem des Herbst- Frühlings- Brachfeldes wurde schon teilweise durch die Produktion der Futterpflanzen und der Hack-Pflanzen gestört, doch nicht geändert. Die Leiter des Gutes sorgen sich immer mehr, um die Gedeihkraft des Bodens zu sichern. Es wird systematisch gedüngt und wir wissen auch schon von anderen Verfahren des Bodenschutzes (Dem zur Zeit gut durchgeführten Pflügen wurde eine grosse Bedeutung zugemessen). Der Gebrauch neuerer Pflüge, Eiseneggen, der Hack- und Auffüllpflüge wird immer allgemeiner, oft auch um die Rovat zu sparen. Seltener beim Pflügen, öfters bei der Ernte wird der Rovat nach Planerfüllung abgezahlt. Wenn auch langsam, doch linearisch steigt die Zahl der Tagelöhner an. Das in Teil — Dreschen — wurde wegen Mangel an Arbeitskräften auch angewandt, zwar es für das Gut ungünstiger, als die Preisvorschreibungen des Komitates war. Dazu, dass die Leiter des Gutes die Landarbeiten rechtzeitig verrichten konnten, mussten sie gemäss der Arbeiten Zusatzrovat anordnen. Der grosse Teil der Energie der Gutsangestellten wird durch die Rovatsanordnungen, Kontrollen und Prozesse in Anspruch genommen. Zur weiteren Entwicklung waren grundsätzliche Änderungen notwendig. In den nächsten Jahrgängen der Baranyaer Ortsgeschichtenschreibung berichten wir von der Gestaltung der Getriedeernte, Erntedurchschnitt, Industriepflanzen und Futterpflanzen, Wiesen- und Weidenwirtschaft der Güter Bóly und Sellye. Wir beschäftigen uns mit der Weinwirtschaft, Forstwirtschaft, mit ihren Industrieanlagen und ihren Pachten ; Ede Petrovich' Studie: „Volksbildung des Komitates Baranya in der Reformepoche" (1810—1848) ist die Fortsetzung seiner vorhergehenden, mit der selben Methode geschriebenen Arbeit, die das 18. Jahrhundert umfasst. Diese Studie untersucht das Grundschulsystem (röm. kath. Schulen) in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundertes in drei Jahren: 1810, 1829, 1848. Aus diesen Jahren bekommen wir von zu gewissen Pfarren gehörenden Gemeinden Informationen aufgrund der Kircheninspektionsprotokolle. Der Autor gibt das Quellenmaterial in der alphabetischen Reihenfolge der Pfarrengemeinden und bei jeder sind auch die dazugehörenden Filialen erwähnt. Die Studie mit monographischen Massen beschäftigt sich mit der Lage der römisch-katholischen Volksschulen in dem letzten halben Jahrhundert des Feudalismuses. Sie berichtet ausführlich von dem Zustand der Schulen, ihrer Ausrüstung und befasst sich mit der selben Ausführlichkeit mit ihren Schülern. Er schildert die Klassenlage der Lehrer, ihre Schulung, Lebensstandard und den Lehrstoff der Epoche. Aufgrund der Studie Petroviches hindert uns schon nichts mehr, die Synthese der elementaren Volksbildung von den ersten Jahren nach der türkischen Herrschaft bis zum Freiheitskrieg 1848 durchzuführen. László Sándor: „Jakab Klivényi — Quelle zu seinem Leben und literarischen Wirken" macht uns mit dem Leben und den Werken des Poeten bekannt und lässt uns die literarische Atmosphäre von Pécs in den zweiten und dritten Jahrzehnt des 19. Jahrhundertes nachfühlen. Bei der Analysation und Bewertung des bisher unbekannten Klivényi-Erbes trachten wir in erster Linie danach, dass wir die Ergebnisse unserer Archivforschungen bekannt machen und die Aufmerksamkeit der Literaturhistoriker auf diesen Manuskriptkomplex lenken. Jakab Klivényi war Jugendfreund und Schulkamerad Mihály Vörösmartys des grössten Dichters der Reformepoche. Er hat seine Studien in Szekszárd begonnen und lernte dann im Hauptgymnasium des Zisterziter Ordens in Pécs weiter. Auf Inspiration seiner Lehrer János Horváth und Antal Dréta schrieb er auch in dieser Schule seinen ersten lateinischen Hexameter. Nach Abschluss des Gymnasiums wird er in Pest Universitätsstudent, wo er das literarische Leben und die Spracherneuerungskämpfe aufmerksam verfolgt. Die Gesellschaft seiner Freunde besteht aus den Studenten Vörösmarty, Szalay, Jakab, Szemerédy, Sallay, die einander zum Dichten anregen. In der sich erneuernden literarischen Atmosphäre wird seine Aufmerksamkeit von der Poesie Dániel Berzsenyi's und Benedek Virág's gefesselt. Er gebraucht deshalb in seinen Gedichten hauptsächlich die klassischen alkhaisen Strophen, doch versuchte er es auch mit anderen das Zeitalter charakterisierenden Formen. Nach Abschluss seines Studiums in Pest trat er nach 1821 in die Reihe der Theologiestudenten in Pécs ein. In dieser Zeit schreibt er an Vörösmarty bestürzt von den „gefährlichen Zwergen" der Kirche, von der Welt der „Dummen" und „Blinden". Mit der Zeit ergibt er sich seinem Schicksal. Seine Gefühle stumpfen ab. Nach seiner Priesterweihe am 12. August 1824 wird er in Nádasd (Mecseknádasd) Kaplan. Neben seinem kirchlichen Beruf dichtet er immer weniger. Sein dichterisches Talent verlor an Kraft, er beschäftigte sich mit Wortspielen. Nach 1829 dichtet er nicht mehr. 1831 zeiht er nach Pécs, wo er von Ignác Szepesy zum Geschichtlehrer des Lyzeums ernannt wurde und als solcher bis 1837arbeitete. Das Katheder des Lehrers löste er nach 18 Jahren langmit der Pfarre in Berkesd auf. 1855 finden wir ihn wieder in Pécs, als Pfarrer der Kathedrale. Er wurde zum Domherren, Vizedechant und später zum Abt ernannt. Er starb in der Pécser „Kis Oskola" der heutigen Janus Pannonius Strasse 6 in seinem Heim.