Arcana Medicinae. Dokumente zur Geschichte der Heilkunst und Arzneikunde

Vorwort

a) Bildnis eines Feldarztes. Holz­schnitt von Niklas Meldemann aus dem 16.Jahrhundert. Fotokopie nach Negativ 79 *394-. 18. Vor 1641 September 2, s.l. Der Scharfrichter Hans Valentin Deuser bittet Kaiser Ferdinand III., sich wegen seines nachlassenden Sehver­mögens künftig als Wundarzt fort­bringen zu dürfen. Orig., ganz eigenhändig: HER., Ärzte- und Arzneiprivilegium Fasz.2. Deuser hatte in seiner Jugend die "Wundt-Artzney neben dem Barbierer Handtwerckh" erlernt. Da er aber aus "Unverstandt" das Richtschwert des Würzburger Scharfrichters berührte, ließen ihn die Barbierer sein Hand­werk nicht mehr ausüben, worauf er "nolens volens" Regimentsscharf­richter wurde und schließlich als Scharfrichter in Nürnberg diente. Da er infolge seines nachlassenden Sehvermögens "erst newlichen mit einer Weibs-Persohn, so ich mit dem Schwert justificim sollen, miß­lungen" und für sein eigenes Leben fürchtete, bat er unter Hinweis auf andere Präzedenzfälle um die Rück­kehr in seinen ursprünglichen Beruf. Seinem Gesuch wurde stattgegeben.

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