Prag – Wien – Pressburg in der Diplomatie 1920-2005 – Katalog zur Ausstellung

DIE GESCHICHTE DER GEGENSEITIGEN DIPLOMATISCHEN BEZIEHUNGEN

48 Das Präsidium des Innenministeriums teilt dem Außenministerium und dem Ministerium für nationale Verteidigung die Einstellung der Tätigkeit des österreichischen Generalkonsulats in Mährisch Ostrau mit. Dies war am 15. März 1938 in den frühen Morgenstunden aufgrund einer telefonischen Anweisung geschehen. Prag, 1938, 18. März, tschechisch AMZV, DP, 1918-1939, k. 19 49 Protokoll über die Übergabe der Gesandtschaft durch Rudolf Künzl-Jizersky an den Generalkonsul Dr. Frantisek Sebesta bei der Auflösung der Gesandtschaft in Wien. Am 26. Mai 1938 trat der Gesandte der Tschechoslowakei seinen außerordentlichen Urlaub an und wurde zum 1. Juni 1938 wieder zurück nach Prag berufen. Der Generalkonsul erhielt alle Schriften, Chiffrematerial, Scheckbücher und andere Dokumente, außerdem auch das Gebäude der Gesandtschaft (im Lobkowitz-Palais) einschließlich des gesamten Inventars. Wien, 1938, 25. Mai, tschechisch AMZV, I. sekce (1/1), 1918-1939, k. 107 50 Notiz über das Wirken Dr. Ferdinand Mareks, des ehemaligen österreichischen Gesandten, in Prag im Mai 1945. Dr. Ferdinand Marek, österreichischer Gesandter in Prag in den Jahren 1918-1938, blieb auch während des II. Weltkrieges in Böhmen und nahm sich am 12. Mai 1945 mit Zustimmung des Nationalausschusses aus eigener Initiative der Wahrung der Interessen österreichischer Bürger an. Prag, 1945, 22. Mai, tschechisch AMZV, TO-O, 1945-1959, Rakousko, k. 1 51 Betrauung des Alois Vollgruber mit der Vertretung der Interessen der österreichischen Staatsangehörigen vor der Regierung der tschechoslowakischen Republik durch Staatskanzler Dr. Karl Renner. Wien, 1945, 29. Mai, deutsch ÖstA, AdR, Sektion Il-Pol ZI. 113/pol-1945 52 Mitteilung des Außenministeriums der CSR an das Innenministerium über die Einrichtung einer Dienststelle des Bevollmächtigten zur Wahrung der Interessen österreichischer Staatsangehöriger in der CSR unter der Leitung von Alois Vollgruber im Juni 1945. Nach der Festnahme Dr. Ferdinand Mareks durch die sowjetische Spionageabwehr Ende Mai 1945 übernahm Alois Vollgruber die Wahrung der Interessen von 20

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