Erzherzog Ludwig Salvator – Ein Leben für die Wissenschaft 1847-1915

Hon.-Prof. Dr. Lorenz MIKOLETZKY: Zum Geleit

Zum Geleit Es ist schon etwas Merkwürdiges um die toskanische Linie des Hauses Habsburg-Lothringen in der zweiten Hälfte des 19. und dem beginnen­den 20. Jahrhundert. Man begegnet gerade in diesem Familienteil Per­sönlichkeiten, die auf die eine oder andere Art zeigen, dass manche An­gehörigen dieses Hauses mehr wollten und konnten, als von Erzherzo­ginnen und Erzherzogen erwartet wurde. Dass dieses Wollen und Kön­nen nicht immer in die vielleicht geplante Richtung führen sollte, ist unter anderem bei Johann Orth, Luise von Toskana und Leopold Wölfling fest­stellbar. Einer Person aus dem Familienzweig Habsburg-Toskana gelang es aber doch, gleichsam alle Klippen des strengen Hausreglements umgehend, seinen Interessen nachgehen, seine Hobbies zur Lebensmaxime zu er­heben und doch gleichzeitig bei Hof geschätzt und willkommen zu sein: Der „gelehrte“ Erzherzog Ludwig Salvator, wie er schon bald im Familien­kreis genannt wurde ist als Mitglied eines Herrscherhauses mehr durch sein Wirken als Forscher und Wissenschaftler in die Geschichte einge­gangen. Die im Österreichischen Staatsarchiv veranstaltete Ausstellung soll die­se bedeutende Persönlichkeit einer breiten Öffentlichkeit näher bringen und einmal mehr aufzeigen, dass auch bei Habsburg-Lothringen, wie bei jeder Familie, übertalentierte Mitglieder neben Totalversagern lebten. Für die Idee zu dieser Ausstellung und ihrer Durchführung sei Frau Bri­gitta Mader allerherzlichster Dank gesagt. Ihrer Initiativen gelang es auch mehrere Leihgeber zur unbürokratischen Beteiligung an der Exposition zu animieren. Allen diesen sei pauschal gedankt. Ganz besonders darf und muss einmal mehr Frau Sabine Bohmann für Geduld, Mühe und totalen Arbeitseinsatz in Sachen Austeilung und Kata­log gedankt werden. Hon.-Prof. Dr. Lorenz MIKOLETZKY Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs 5

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