Die Ausstellung des HHStA in Wien – Erklärender Führer
HAUPTRAUM
68 Das Trauerspiel könne, heißt es darin, „nicht wohl ohne Besorgnis eines sehr üblen Eindruckes“ aufgeführt werden und müsse vorerst gänzlich umgearbeitet werden, ehe es gedruckt werden dürfe. 273. 1824, März 28, Wien. Eigenhändiges Gutachten des Staats- und Konferenzrates Baron Stifft über das vorgenannte Theaterstück. Stifft ist der gegenteiligen Meinung und rechnet Grillparzers „Rudolf von Habsburg zu den herrlichsten Aufstellungen, die auf die Bühne gebracht werden können“. In der Tat ist das Stück im Feber 1825 zum erstenmal aufgeführt worden. >274!' 1825, Jänner 11, Weimar. Eigenhändiges Schreiben \y Goethes an Metternich mit der Bitte um Erwirkung eines Privilegiums für die Neuausgabe seiner sämtlichen Werke. 275. 1826, April 8, Wien. Majestätsgesuch des Kapellmeisters Konradin Kreutzer um die Vizekapellmeisterstelle in der k. k. Hofkapelle. Die Bitte blieb unerfüllt. Kreutzer, ein geborener Badenser, ist der Komponist des „Nachtlagers in Granada“, der Musik zu Raimunds „Verschwender“ und zahlreicher anderer Schöpfungen der verschiedensten Art. 276. 1826, April 28, Theresienstadt. Eigenhändiges Schreiben des Fürsten Alexander Ypsilanti an den Hofkriegsratspräsidenten Prinzen Hohenzollern mit der Bitte um Gestattung einer Badereise nach Pistyan. Er war 1821 zur Unterstützung der Griechen in die Moldau eingefallen, jedoch unterlegen. Auf der Flucht fiel er in Siebenbürgen der österreichischen Regierung in die Hände, die ihn fast bis an sein Lebensende (1828) erst in Munkács, dann in Theresienstadt gefangen gehalten hat.