Die Ausstellung des HHStA in Wien – Erklärender Führer
HAUPTRAUM
24 Enthält insgesamt 170 Wappen, die in buntem Gemenge mit viel Fabelei u. a. die Kurfürsten, den König, sein Haus und seine Länder betreffen. I 77/ 1446, Feber 15, Wien. König Friedrich IV. verleiht V/ dem von ihm gegründeten Chorherrenstift zu Wiener- Neustadt ein Wappen. Innerhalb des Textes das Wappenbild, unten anhangend das Majestätssiegel des Königs in reichster Ausstattung; darauf von roter Farbe ein Abdruck des königlichen Siegelringes als Ersatz der eigenhändigen Unterschrift. \ 78. 1446. Die „Handregistratur“ König Friedrichs IV. \J Ein prunkvoller Pergamentband mit Wappen- bildem, Listen von Päpsten, Kaisern und Städten, Abschriften der wichtigsten Privilegien u. dgl. m., der den König über die Angelegenheit von Reich und Hauslanden unmittelbar unterrichten sollte. \ 79V 1451, Oktober 14, Mailberg. Bund der österreichischen \J Stände wider König Friedrich IV. (aus der steirischen Linie), um dadurch die Freilassung seines elfjährigen Mündels Ladislaus Posthumus, des österreichischen Erbherrn, zu erzwingen. Die Urkunde mit ihren 254 Siegeln ist ein sprechendes Zeugnis der Mißstimmung, welche die Vormundschaftsregierung des Königs in Österreich hervorgerufen hatte. 1452 führte die Belagerung Friedrichs in Wiener-Neustadt zur Freilassung des jungen Ladislaus. 80. 1452, Jänner 20 (Datum der Widmung). Österreichische Chronik des Ritters Konrad Grünenberg aus Konstanz. Die Chronik, deren spärlicher Text aus anderen Chroniken kritiklos zusammengetragen ist, beginnt mit den Anfängen des Landes Österreich und reicht bis in die Zeit König Friedrichs IV. Ihr Wert liegt in den zahlreich eingefügten Wappenbildern.