Die Ausstellung des HHStA in Wien – Erklärender Führer

HAUPTRAUM

18 Die Urkunde fällt in die Zeit des Kampfes zwischen Bayern und Österreich um den deutschen Kaiserthron. 52. 1321, September 6, Judenburg. König Friedrich III. (der Schöne) verleiht Heinrich, König von Böhmen und Herzog von Kärnten, das Reichsvikariat von Padua. Die Urkunde bezeugt, wiesehr gerade damals in Italien der Einfluß König Friedrichs III. den des Gegenkönigs Ludwig des Bayern überwogen hat. 53. 1323, Feber 20, Peterwardein. König Karl von Ungarn beurkundet das Bündnis mit König Friedrich III. (dem Schönen) und dessen Brüdern gegen König Ludwig den Bayern und andere. König Friedrich III. saß damals noch als Ge­fangener Ludwigs des Bayern auf der Feste Trausnitz. 54J 1330, Mai 9, Landau (in der Pfalz). König Johann von Vy Böhmen beurkundet sein Bündnis mit den österreichi­schen Herzogen. Dieses böhmisch-österreichische Bündnis bereitete den Friedensschluß zwischen den österreichischen Herzogen und König Ludwig dem Bayern vor, der wenige Monate später durch König Johann von Böhmen vermittelt worden ist. y l331, Mai 12, Avignon. Ablaßbrief von vierzehn eben an der päpstlichen Kurie weilenden Bischöfen für das Frauenkloster St. Laurenz in Wien. Im Anfangsbuchstaben die kunstvoll gestaltete Figur des heiligen Laurenz (mit dem Rost), im zwei­ten ein Christuskopf. In der letzten Zeile die Genehmi­gung von seiten des Passauer Bischofs Albert vom 28. Juli. Das vorliegende Stück ist ein sehr frühes Beispiel solcher bemalter Ablaßurkunden, die in der betreffenden Kirche durch lange Jahre ausgestellt blieben. /

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