Der Beamte – Franz Grillparzer

Einleitung

- 26 ­langjährigen eifrigen und ersprieß­lichen Dienstleistung Grillparzers als Staatsdiener, sowie in seinen seltenen und ausgezeichneten Leistun­gen als Schriftsteller, dann in sei­ner stets bewährten Anhänglichkeit an das durchlauchtigste Kaiserhaus hin­reichende Motive zu finden, um nicht nur dessen Bitte um Belassung seiner Activitäts Bezüge als Ruhegenuß zur allergnädigsten Gewährung auf das Wärmste zu unterstützen, sondern auch die Gnade Euerer Majestät für densel­ben mit der allerunterthänigsten Bitte in Anspruch zu nehmen, ihn auch durch ein weiteres Merkmal der allerhöchsten Huld und Gnade zu beglücken". "So wie er als Staatsbeamter stets eine vorzügliche Haltung beobachtete, eben so hat er seine Anhänglichkeit an Thron und Vaterland Zeit des Jahres 1848 erschienenen Gedichtes an den Feldmarschall Grafen Radetzky auf eine glänzende Art bewährt. Es ist eine bekannte Tatsache, daß dieses Gedicht an die Armee eine be­geisternde \md nachhaltige Wirkung übte und es mag vielleicht in dieser patriotischen und verdienstvollen That Grillparzers die nächste Veranlassung gelegen gewesen sein, daß Euer Majestät sich allergnädigst bewogen fanden, mit Allerhöchstem Kabinettschreiben vom 13. März 1849 ihn durch die aller­gnädigste Verleihung des Ritterkreuzes Allerhöchst Ihres Leopold-Ordens aus- zuzeichnen". "Eure Majestät wollen geruhen, dem Archivs-Direktor Grillparzer bei dem

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