Manfried Rauchensteiner: Waffentreue – Die 12. Isonzoschlacht 1917
Franz Felberbauer: Die 12. Isonzoschlacht: Der Operationsplan und seine Durchführung
Betrachtet man die Material- und Einsatzplanung der deutschen 14. Armee, so fallt auf, dass in der 12. Isonzoschlacht zahlreiche Waffen und Taktiken zum ersten Male in großem Stil angewendet wurden. Die Vermutung liegt nahe, dass hier deutscherseits - mit großem Erfolg - neue Verfahren und Waffen gegenüber den taktisch und führungsmäßig eher „rückständigen“ Italienern67 erprobt wurden, bevor sie an der Westfront zur Anwendung gelangen sollten.68 Solcherart wurde die letzte Schlacht am Isonzo auch zum Lehrstück. 67 Alliierte Beobachter der 11. und 12. Isonzoschlacht konstatierten, dass „[Italian] artillery was the weakest arm“ und die italienische Armee hatte „shocking weaknesses due to bad leadership”. Italien (und auch Österreich) „were [not] up to the standards of the western front”. Falls: Caporetto, S. 4 f. 68 Die schweren Minenwerferabteilungen wurden beispielsweise in genau gleicher Weise im Westen in der großen Märzoffensive 1918 zur Zerstörung der vordersten Grabensysteme eingesetzt. 33