Manfried Rauchensteiner: Waffentreue – Die 12. Isonzoschlacht 1917
Manfried Rauchensteiner: Einleitung
den Siegfrieden sicherzustellen. Erst als sich zeigte, dass der Krieg weiterging, die Deutschen im Westen sieglos blieben, im Inneren der Habsburgermonarchie Streiks und Meutereien begannen, und sich der Hunger immer mehr ausbreitete, kam die Ernüchterung. Österreich-Ungarn versuchte - auf sich allein gestellt - im Juni 1918, den Erfolg der 12. Schlacht im Alleingang zu wiederholen oder den Italienern zumindest wieder für Monate die Angriffsfahigkeit zu nehmen. Die Offensive brach freilich bereits nach drei Tagen zusammen. Und genau am Jahrestag von Flitsch-Tolmein begannen Italiener, Briten und Franzosen 1918 ihre abschließende Offensive, die innerhalb einer Woche zum militärischen Zusammenbruch der Habsburgermonarchie führte. Solcherart wurde der 24. Oktober für Italien wie für das alte Österreich zu einem unvergesslichen Jahrestag. Die Ausstellung „Waffentreue“ ging aus einer Lehrveranstaltung an der Universität Wien hervor. Im Rahmen eines Forschungspraktikums wurden Studierende des letzten Studienabschnitts eingeladen, sich mit der Musealisierung des Ersten Weltkriegs zu beschäftigen und ein konkretes Projekt auszuarbeiten. Die Ergebnisse waren durchaus herzeigbar, doch ließen schließlich die Raumverhältnisse des Österreichischen Staatsarchivs sowie die beschränkten Mittel nur eine teilweise Realisierung zu. Vor allem musste auf die meisten Realien verzichtet werden, und ebenso konnten in die vorliegende Begleitpublikation nur acht von vierzehn Beiträgen aufgenommen werden. Außer den Studierenden haben natürlich noch eine ganze Reihe von Kolleginnen und Kollegen zur Realisierung des Projekts beigetragen. Erwähnt werden soll vor allem Generaldirektor Hon.-Prof. Dr. Lorenz Mikoletzky, der sich schon beim ersten Gespräch bereit erklärte, das Vorhaben zu unterstützten und ihm Platz zu geben. Das Projekt wurde denn auch vom Österreichischen Staatsarchiv und vor allem von den Damen und Herren des Kriegsarchivs in besonders dankenswerter Weise unterstützt. Die Umsetzung ist in erster Linie Frau Amtsdirektorin Michaela Follner zu danken, die vor allem auch die Koordination der Zuarbeit innerhalb des Staatsarchivs übernommen, die Administration besorgt und die Gestaltung maßgeblich durchgeführt hat. Da die Ausstellung nicht nur auf Archivalien und Büchern aufbaut, sondern doch auch mit Realien eine Verdeutlichung sucht, war es nötig, Leihgaben zu erbitten. Dieser Bitte wurde vor allem seitens des Heeresgeschichtlichen Museums entsprochen, das seinen früheren Direktor nicht im Stich ließ. Weiters ist der Österreichischen Nationalbibliothek Wien, der Universitätsbibliothek Innsbruck, der Oberösterreichischen Landesbibliothek, Linz, der Universitätsbibliothek Wien, dem Department für Pharmakognosie der Universität Wien, der Medizinhistorischen Sammlung an der Medizinischen Universität Wien, dem Waldviertier Eisenbahnmuseum, Sigmundsherberg, dem Kaiserjägermuseum, 11