Historische Momente polnisch-österreichischer Beziehungen vom 14. – 20. Jh.

Jerzy Gaul, Warschau: Zur Geschichte der Beziehungen zwischen Polen und Österreich vom 14.-20. Jahrhundert

Przemysts II. von Großpolen und Witwe des böhmischen Königs Wenzel II.; Rudolf III. führte aus diesem Grunde als erster Habsburger den Titel eines Königs von Polen. Nach dem erfolglosen Versuch der Eheschließung zwischen Wilhelm von Österreich und Hedwig, der Tochter Ludwigs Großen, die im Jahr 1375 miteinander verlobt wurden, kam es zur Befestigung des Bündnisses der Habsburger mit den Jagiellonen dank der Ehe Zimbarkas, der Tochter des Fürsten Siemovit von Masovien, mit (Erz-) Herzog Ernst dem Eisernen, dem Herrscher der Steiermark, Kärntnens, Krains, Istriens und Triests. Die Eheschließung dieser Nichte des Königs Wladislaw Jagietto fand am 25. Januar 1412 in Krakau statt und war die Antwort der polnischen Seite auf die Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Orden und dem damaligen König Sigismund von Ungarn aus der Familie der Luxemburger. Dank der Bemühungen König Wladislaw Jagiettos bei Papst Martin V. und der Fürsprache Zimbarkas beim Bruder ihres Mannes, Friedrich IV. von Tirol, wurde ihr Bruder Alexander Bischof von Trient. Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts kam es zu zahlreichen Eheschließungen der Jagiellonen mit Habsburgerinnen. So heiratete Kasimir IV. 1454 Elisabeth, „die Mutter der Könige“, Sigismund II. August die Töchter Ferdinands I. Elisabeth (1543) und Katharina (1553). Diese Tradition wurde von den polnischen Königen aus der Dynastie Wasa fortgesetzt: Sigismund III. heiratete 1592 Anna, und nach ihren Tod 1605 Konstanze, beides Töchter Karls II. von Innerösterreich, Wladislaw IV. 1637 Cacilia Renata, Tochter Kaiser Ferdinands II., und Michael Korybut 1670 Eleonore, eine Tochter Kaiser Ferdinands III. Zum letzten Mal wurde 5

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