Historische Momente polnisch-österreichischer Beziehungen vom 14. – 20. Jh.

I. Dynastische Heiratsverbindungen und habsburgische Thronkandidaturen

Original, Pergament mit 58 Siegeln, Latein Im Jahr 1573 hatte Kaiser Maximilian II. bereits vergeblich versucht, die polnische Königskrone zu erlangen. Nachdem aber sein damaliger Rivale Heinrich von Anjou 1574 als Heinrich III. den französischen Thron bestiegen hatte, wurde Maximilian am Wahltag von Warschau von den polnischen Ständen erneut zum König ausgerufen. Allerdings wählte eine Gegenpartei Stephan Báthory von Siebenbürgen zwei Tage später ebenfalls zum König. Maximilian II. nahm die Wahl zwar an, unternahm allerdings keine Anstrengungen, um seine Ansprüche in Polen durchzusetzen, sodass sich Báthory ohne Widerstand Polens bemächtigen konnte. Thomas Just 10 Schreiben des kaiserlichen Botschafters Leonhard von Harrach aus Rom über eine Auseinandersetzung mit dem polnischen Gesandten wegen des von Erzherzog Maximilian III. geführten polnischen Königstitels Rom s.d. (ca. 1590—1595) Signatur: ÖStA/HHStA Familienakten 106, fol. 80 Original, Papier, Deutsch Erzherzog Maximilian III. (1558-1618) wurde 1587 von einer Minderheit der polnischen Stände gegen Sigismund III. Wasa zum König gewählt. Er zog mit einem Heer nach Polen, wo er jedoch seinen Gegnern unterlag und bis 1590 in Gefangenschaft gehalten wurde. Auch nach seiner Freilassung gab er seine Hoffungen auf den polnischen Thron nicht auf und konnte erst 1598 zu einem endgültigen Verzicht bewogen werden. Leopold Auer 24

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