1705 – Was vor 300 Jahren geschah…
5. Europa im Krieg
Erzbischof in diesem Brief auf, auch Baron Stefan Szirmay (gest. 1711), den Beauftragten des Palatins Paul Esterházy (1635-1713), in die Verhandlungen einzubeziehen. Nr. 62 Paul Széchényi (1645-1710), Erzbischof von Kalocsa (1696-1710) und Administrator des Bistums Veszprém (1687 bzw. 1696-1710) Kupferstich von einem unbekannten Künstler Reproduktion Nr. 63 Geleitbrief von Fürst Franz II. Rákóczi für Graf Johann Wenzel Wratislaw Szécsény, 8. Oktober 1705 Signatur: UA Miscellanea Fasz. 427 Konv. F fol. 14 Orig., mit Siegel und eh. Unterschrift Obwohl Kaiser Joseph I. sich gleich nach seinem Regierungsantritt bereit erklärte, mit den ungarischen “Malcontenten“ zu verhandeln, brauchte man ein halbes Jahr für die Vorbereitungen. Der Kaiser bestellte den böhmischen Obersten Kanzler Graf Wratislaw (1669-1712) zum Leiter der kaiserlichen Delegation, auf der Seite der Kuruzzen stand ihm der Oberstgeneral Graf Nikolaus Bercsényi (1665-1725) gegenüber. Die Verhandlungen dauerten neun Monate und wurden ohne Ergebnis abgebrochen. Nr. 64 Graf Johann Wenzel Wratislaw (1669-1712), Kaiserlicher Geheimer Rat und böhmischer Kanzler (1705-1712) Kupferstich von einem unbekannten Künstler Reproduktion Nr. 65 Zwei Briefe von Franz II. Rákóczi an seinen Agenten am französischen Hof, Ladislaus Kökényesdi von Vetés 1. August 1705 und 1705 Signatur: UAAAFasz. 194 Konv. B fol. 26-27 und 35-37 Orig., in ungarischer Sprache, teilweise chiffriert, mit eh. Unterschrift Franz II. Rákóczi (1676-1735) hat alles unternommen, um seine Bestrebungen international anerkennen zu lassen. Dafür bot sich eine gute Gelegenheit nach seiner Wahl zum Fürsten von Siebenbürgen (8. Juli 1705). Er hoffte,