Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA

Hauptraum (Nr. 1–344)

37 96. 1552 Oktober 18, Burg Hornberg am Neckar. Götz von Berlichingen bittet den Kaiser um Schutz vor Übergriffen der Amtleute des Pfalzgrafen Friedrich gegen seinen Besitz Hornberg. Orig., Papier, 2 Folien, mit eigenhändiger Unterschrift: Reichshofrat, Judicialia miscellanea Fasz. 21. — Der durch seine zahllosen Fehden berüchtigte Ritter Götz von Berli­chingen mit der eisernen Hand (1480—1562) wurde 1525 von aufständischen Bauern gezwungen, die Führung des sogenannten Odenwalder Haufens zu übernehmen, von dem er sich jedoch bald wieder nach Hornberg zurückzog. Auf Grund der von Götz selbst verfaßten Lebensbeschreibung hat Goethe sein Schauspiel geschrieben. 97. 1554 Februar 25, Wien. Drittes Testament König Fer­dinands I. mit den endgültigen Bestimmungen über die Länderteilung zwischen seinen Söhnen Maximi­lian (Österreich), Ferdinand (Tirol und die Vor lande) und Karl (InnerÖsterreich). Orig., Pergamentlibell, 14 Folien, mit den Unterschriften und Siegeln Ferdinands und seiner Söhne: Familienurkunden Nr. 1319. 98. 1561 September 6, Prag. Erzherzog Ferdinand von Österreich-Tirol und seine Gemahlin Philippine Wel­ser verzichten für ihre Kinder auf Ebenbürtigkeit und Sukzessionsfähigkeit. Orig., Pergamentlibell, 4 Folien, mit den eigenhändigen Unterschriften Ferdinands und Philippines: Familienurkun­den Nr. 1341. 99. 1566 August bis 1567 Dezember. Vormerkbuch Kaiser Maximilians II. Orig., Papier, ganz eigenhändig: Familienakten Kart. 88, fol. 65—98. — Maximilian II. hat täglich Aufzeichnungen gemacht, von denen sich ein Teil erhalten hat. Es handelt sich um kein Tagebuch im üblichen Sinn, sondern eher um ein Notiz- und Vormerkbuch. Die aufgeschlagenen Seiten

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