Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA

Hauptraum (Nr. 1–344)

108 Dr. Guido Schmidt: Staatsurkunden. — Unter stärkstem Druck hat Hitler den österreichischen Bundeskanzler ge­zwungen, die österreichischen Nationalsozialisten zu amne­stieren und nationalsozialistische Minister in die Regierung aufzunehmen. Den Unterschriften ist die Erschöpfung der österreichischen Vertreter nach dieser Unterredung anzu­merken. 342. 1938 März 13, Wien. Das Bundesministerium für aus­wärtige Angelegenheiten verständigt die österreichi­schen auswärtigen Missionen vom „Anschluß Öster­reichs an das Deutsche Reich“. Konzept, Papier, 3 Folien: Neues politisches Archiv. 343. 1942 Dezember 19, Gloggnitz. Dr. Karl Renner schreibt dem ehemaligen Staatssekretär Dr. Löwen­feld-Ruß über Zeitereignisse. Orig., Papier, ganz eigenhändig: Nachlaß Löwenfeld-Ruß. — Der Gründer der ersten und der zweiten Republik gibt in diesem Brief ein pessimistisches Gemälde der Zukunft, das „in der endgiltigen Erkaltung des abendländischen Herdes der Zivilisation, in dem Niedergang Europas und dem Auf­stieg Amerikas“ endet. Zweieinhalb Jahre später, am 27. April 1945, wurde die „provisorische österreichische Staatsregierung“ unter Dr. Renner proklamiert. 344. 1955 Mai 15, Wien, österreichisches Exemplar des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich. Beglaubigte Kopie, Druck, Papier, 94 Folien, mit den Unter­schriften V. Molotow, J. Iljitschow, Harold Macmillan, Geoffrey Wallinger, John Foster Dulles, Llewellyn E. Thomp­son, Ant. Pinay, R. Lalouette, Leopold Figl: Staatsurkunden.

Next

/
Thumbnails
Contents