Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA
Hauptraum (Nr. 1–344)
103 Protokoll, Papier, 356 Folien: Zeremoniellprotokoll 1914. — Der Thronfolger und seine Gemahlin waren in Sarajevo einem Attentat des Studenten Gavrilo Prineip zum Opfer gefallen. 322. 1914 Juli 14, Wien. Entwurf des österreichischen Ultimatums an Serbien. Konzept, Papier, 4 Folien: Politisches Archiv rot 811. — Das Ultimatum wurde am 23. Juli in Belgrad überreicht und war bis 25. Juli, 18 Uhr, befristet. Es forderte u. a. die feierliche Lossagung der serbischen Regierung von der süd- slavischen Bewegung, Auflösung der Geheimorganisationen und die Mitwirkung österreichisch-ungarischer Beamter bei der Untersuchung des Attentats von Sarajevo. Die serbische Regierung nahm das Ultimatum auf Grund der Zusage russischer Hilfe für den Kriegsfall nicht an und ließ mobilisieren. Darauf wurden die diplomatischen Beziehungen Österreich-Ungarns zu Serbien abgebrochen. 323. 1914 Juli 28, Wien. Entwurf der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien. Konzept, Papier, 2 Folien: Politisches Archiv rot 811. — Infolge seines Bündnisses mit Österreich-Ungarn erklärte Deutschland am 1. August Rußland und am 3. August Frankreich den Krieg. Dagegen sprach das mit Frankreich verbündete britische Reich am 4. August die Kriegserklärung gegen Deutschland aus. An diesem Tag erklärte sich Italien als neutral, da der Dreibund (vgl. Nr. 294) ein Defensivbündnis gewesen sei, Österreich-Ungarn gegen Serbien aber einen Angriffskrieg begonnen habe. Rußland erklärte am 6. August Österreich-Ungarn den Krieg. 324. 1914 Juli 28, Bad Ischl. Entwurf des kaiserlichen Manifestes „An Meine Völker!“ anläßlich des Kriegsausbruches. Konzept, Papier, 2 Folien, mit der Paraphe des Kaisers: Kabinettskanzlei, Beilage zu ZI. B 17c/1914. 325. 1915 Mai 23, Wien. Note des italienischen Botschafters in Wien mit der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn.