Das Jahr 1934 in der österreichischen Geschichte
Vorwort
II mit der Dokumentation von Schriftdenkmalen erreichen. Dabei geht es nicht allein um ein Vergegen= wärtigen von Vergangenem, um den Versuch, aus der Geschichte etwas lernen zu wollen. Was geschehen ist und was gewiß nicht wiederholt werden soll, läßt sich aber nicht verdrängen, es soll vielmehr zur Bewußtseinsbildung der eigenen Gegenwart bei= tragen. Will man aber dieses Ziel erreichen, muß man wissen, wie es eben "damals" wirklich gewesen ist. Diesem Zweck will die gewiß nicht leicht aus= zuwählende Dokumentation aus den Beständen aller fünf Abteilungen des Österreichischen Staatsarchivs dienen. Grenzen und Schwierigkeiten sind damit an= gedeutet. Einmal handelt es sich um Schriftdenkmä= ler, naturgemäß vorwiegend aus dem Behördenbereich, in denen sich gewiß nicht alle Seiten des histori= sehen Geschehens widerspiegeln. Die Triebkräfte des wirtschaftlichen, sozialen, zum Teil auch des kulturellen Lebens lassen sich auf diesem Wege überhaupt nicht erfassen. Wohl aber die Erscheinun= gen der allgemeinen politischen Realitäten, die Tatsachen der Außen- und der Innenpolitik, wie auch die in den Parteien verkörperten Anschauungen und Strömungen.