Prékopa Ágnes (szerk.): Ars Decorativa 32. (Budapest, 2018)
Hilda HORVÁTH: Golddosen vom „Goldzug“. Die Sammlung von Hugó Hoffmann
Zusammengestellt von Melinda Tóth, Budapest, 1970. (Eine Kopie des Originals aus der Bibliothek des Museums der Bildenden Künste ist im Archiv des Kunstgewerbemuseums zu finden.) 24 Die von Toldy entwendeten Güter gelangten zu den französischen Behörden. Die französische Regierung ließ die Wertsachen aus dem „Goldzug“ nach Ungarn zurückkehren. Diese Entscheidung kam sehr schwer, erst im Dezember 1947, zustande, als die Diktatur des Proletariats immer stärker wurde und zu befürchten war, dass die zurückerstatteten Wertsachen nicht an ihre rechtmäßigen Eigentümer oder deren Erben zurückgegeben werden - dies hat sich später auch bewahrheitet -, sondern beim Staat verbleiben. Im ersten Halbjahr 1948 kamen die Wertsachen aus dem „Goldzug“ mit zwei Lieferungen in Ungarn an. Von französischer Seite war die Restitution nicht vollständig, in Ungarn wurde jedoch nicht einmal versucht, die Wertsachen zu identifizieren und sie an die Eigentümer zurückzugeben. Die wertvollsten Gegenstände und die riesigen Mengen Gold gelangten dann wahrscheinlich in die Panzersäle der Ungarischen Nationalbank, sie wurden wahrscheinlich als Wiedergutmachung in die Sowjetunion gebracht. 25 Bezüglich der Kalkulation siehe: Kádár, Gábor - Vági, Zoltán: Aranyvonat. Fejezetek a zsidó vagyon történetéből [Der Goldzug: Auszüge aus der Geschichte des jüdischen Vermögens]. Budapest 2001, S. 121. bzw. 126. (im Weiteren: Kádár-Vági 2001). 26 Brief an die Ministerialabteilung für die aus Privat- und gemeinschaftlichen Sammlungen ins Ausland verschleppten Kunstgegenstände: 242/1946 - 130413. (Finanzministerium). 27 MNL OL XIX-I-12-47/1948. (Ungarisches Nationalarchiv). 28 Zur in den Dokumenten einfach mit 28 Dosen beschriebenen Kollektion gehörten ein aufwendig verziertes Notizbuch und ein Lorgnon. Das von Károly Csányi am 19. Dezember 1940 angefertigte Verzeichnis über die Dosen, ein Notizbuch und ein Lorgnon wurde später von Elemér Kőszeghy verwendet, als er im Jahre 1941 über die Kunstgegenstände von Hugó Hoffmann Inventarblätter aufgenommen hat, denn die Nummerierung der beiden Listen stimmen überein. Dieses Inventarblatt, das im Archiv des Kunstgewerbemuseums aufbewahrt wird, enthält allerdings nicht alle Stücke. 29 MNL OL XIX-I-12-75/1948. Jeszenszky hat in seinem Brief an den Minister für Religion und Bildung vom Juli 1948 wieder zur Sprache gebracht, dass im Innsbrucker Lager Kunstgegenstände sein können, die als verschleppt gemeldet waren; als Beispiel hat er die emaillierten Dosen von Hoffmann angeführt. (MNL OL XIX—1-12-273/1948) (Ungarisches Nationalarchiv). 30 MNL OL XIX-I-12-303/1948 (Ungarisches Nationalarchiv). 31 Die Daten des Katalogs sind: CONTINENTAL SILVER PORCELAIN AND GLASS, GOLD AND OTHER ORNAMENTS to be sold for the RESETTLEMENT AND REHABILITATION OF VICTIMS OF NAZI. ACTION BY THE PREPARATORY COMMISSION INTERNATIONAL REFUGEE ORGANIZATION OF THE UNITED NATIONS. PUBLIC AUCTIONS SALE. June 23, 24, 25 at 2 p.m. and June 24 at 10:30 a.m. PARKE — BERNET GALLERIES 30 East 57 Street New York 1948. Die Dosen auf Seite 106 und den folgenden Seiten und ein Notizbuch mit goldenem Einband sind Eigentum von Hugó von Hoffmann von Vágújhely (wohnhaft in Zoltán utca 18), diese wurden damals von den Pfeilkreuzlern aus dem Safe der Ungarischen Hypotheken- und Kreditbank mitgenommen. 32 MNL OL XIX-I-12-303/1948: Nummer: 256510/1948.X.V.K.M. (Ungarisches Nationalarchiv). 33 MNL OL XIX-I-12-303/1948. (Ungarisches Nationalarchiv). 34 Vor 1948 arbeiteten die ungarischen Behörden - vor allem die von Jeszenszky geleitete Kommission 96