Szilágyi András (szerk.): Ars Decorativa 26. (Budapest, 2008)

Anna RÁKOSSY - Noémi VARGA: Ein Dolch aus dem 16. Jahrhundert in der Esterházy-Schatzkammer

5. Detail der beschädigten Scheide 6. Die Parierstange mit dem mangelhaften Lilienkranz, vor der Restaurierung brochenen Griffteile und der Ergänzung der Lücken konnten die Ergänzungen geglättet und retuschiert werden. (Abb. 2-3) Nach der Ausgleichung der Einbeulungen und Risse auf der Scheide (Abb. 4-5) konnte der fehlende Teil des Lilienkranzes an der Parierstange ersetzt werden. (Abb. 6) Mit Hilfe eines auf Grund der vorhandenen intakten Form gefertigten Wachsmusters wurde aus Silber im Wachsverlustverfahren das fehlende Stück des Lilienkranzes ersetzt. (Abb. 7) Nach der Bearbeitung der Details des Gussstückes und seiner Vergoldung wurde die Ergänzung mittels Nietung und Verklebung an der Stelle des fehlenden Teils eingesetzt, wobei die Tatsache der Ergänzung auf der Rückseite extra angegeben wurde. Die Wiederherstellung der gelockerten Endung bei der Lötung der Parierstange geschah im Interesse der Bewahrung der Vergoldung und Emaillierung mittels Stiftung, Verschraubung und Verldebung. (Abb. 8) Die fehlenden Emailverzierungen auf der Scheide (Abb. 9-10) konnten nur auf kaltem Wege ergänzt werden, um die origi­nalen Feueremailteile zu schützen und zu bewahren. (Abb. 11-12) Nach dem Ende der oben genannten Arbeitsvorgänge wurde an den silbervergoldeten Flächen eine letzte Reinigung und Neutralisierung vorgenom­men, wonach sie einen Schutzbelag erhiel­ten, der sie lange Zeit vor Oxidation bewahrt. Mit der Zusammensetzung und Fotodokumentation der Teile des Prunk­dolches war die fast fünfmonatige Restau­rierung beendet. (Abb. 13) 7. Abbildungen eines Details des Lilienkranzes a/ das Muster in negativer Form b/ das Wachsmuster c/ das zur Ergänzung dienende Motiv aus Silber, vor der Vergoldung 8. Die Parierstange nach der Restaurierung

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