Szilágyi András (szerk.): Ars Decorativa 17. (Budapest, 1998)

István HELLER: Einige Goldschmiedearbeiten aus Pest in westeuropäischen Sammlungen

Verwechslung bei BRESTYÁNSZKY, daß Nigl bei Bletti Lehrling gewesen sei, wurde richtiggestellt. Siehe GROTTE 1995, Teil III, Anm. 53.; JANKÓ 1937, 160.) Bletti wurde 1778 Bürger in Pest. Er schrieb an die Obrigkeit, daß er schon ein­mal, wohl in einer anderen Stadt, die Meisterpri'ifüng abgelegt habe. BRES­TYÁNSZKY vermutet, daß Bletti bevor er sich in Pest niederließ, als Goldschmied in Eger/Erlau gearbeitet hatte. (Siehe BRES­TYÁNSZKY 1977, S. 241.) Er hat wohl später, 1785, sein Meisterstück wiederholt und auch die erforderlichen Gebühren an die Zunft entrichtet. Bletti starb 1815. Seine Witwe führte die Werkstatt mit Hilfe eines Gesellen weiter. (Siehe auch BRES­TYÁNSZKY 1977. S. 241.) Das hier beschriebene Objekt dürfte als Arbeit seiner Werkstatt eingestuft werden. Mit seinem MZ sind nur wenige Arbeiten erhalten. Sie befinden sich im Museums­besitz in Budapest. Privatbesitz. Lit.: nicht publiziert. Abb. 6 7. Goldener Anhänger in Form eines Kreuzes KT in Druckbuchstaben für Károly Thiel (Thiele, Till ), um 1820 Gold, aus der Platte ausgesägt und mit Perlenverzierung dekoriert. L: 5,7 cm Br: 4.2 cm Das Kreuz ist aus einer Goldplalte aus­gesägt. An den vier Enden sind stilisierte Lilien und im Zentrum des Kreuzes ist eine Blume aufgelötet. Alle diese Teile wurden als Filigran gearbeitet. Die Kügelchen aus Gold imitieren kleine Perlen oder unge­schliffene Diamanten. Zum Anbringen an einer Kette dient eine kleine Aufhängeöse, ebenfalls aus Gold. MZ: BRESTYÁNSZKY 329A (Wohl sein zweites MZ, in dieser Form hier erstmals beschrieben.) OA: BRESTYÁNSZKY 233 (Orts­stempel für Goldarbeiten ) GS: BRESTYÁNSZKY 184 (für 14 Karat Gold) Markentafel 7. Károly Thiel wird schriftlichen Unter­lagen zufolge in Pest zwischen 1811 und 1828 erwähnt. ( Siehe KÖSZEGHY 1936; KAPOSSY 1933; BRESTYÁNSZKY 1977, S. 76.) Er wurde für zwei Perioden zum Untervorsteher der Zunft gewählt. Zur Aus­bildung hatte er insgesamt neun Lehrlinge; diese Talsache dürfte für eine große und gutgehende Werkstatt sprechen. Sein Todesjahr ist unbekannt. Ab 1829 führte die Witwe die Werkstatt mit Hilfe eines Gesellen weiter. (Siehe BRESTYÁNSZKY 1977, S. 376: dort wurde statt 1829, irrtüm­lich 1839 geschrieben.) Außer dem hier beschriebenen Kreuz befindet sich nur ein Siegelring mit seinem MZ im Zweigmuseum Kiscell des HM. (Siehe FÖLDES 1978, Nr.4 17.) Sammlung Harry Hellebronth von Tiszabeö. Lit.: nicht publiziert. Abb. 7 8. Eßlöffel CS in Druckbuchslaben für Carl (Károly) Schmidt, dauert 1822 Silber, gegossen, getrieben, graviert. L: 21,5 cm

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