Imre Jakabffy (szerk.): Ars Decorativa 5. (Budapest, 1977)

RUZSA, György: Drei russische Ikonen mit Silberdecke

5. BISCHOF SANKT MITROFAN, IKONE UND SILBERDECKE, 19. JH, NATIONALMUSEUM KRAKAU schon ab Mitte des 18. Jahrhunderts — zwar nicht obligatorisch — benutzt wurde. Der Feingehaltsgrad 84 wurde ab 1 Mai 1798 pflichtig. Es ist auch eine B. K. Mei­stermarke (KAeÜMo MacTepa) sichtbar. Auf­grund der russischen Merkzeichenbücher kann diese Marke nicht identifiziert wer­den. 8 Über den Meister der Ikonendecke können wir nur folgendes sagen: er war ein Silberschmied mit ausgezeichneten fachlichen Begabungen (Abb. 2). Die bemalte Ikone selbst ist ein her­vorragendes Werk. Die figuralen Darstel­lungen sind minutiös gemalt. Die einzel­nen Figuren werden durch wohl kompo­nierte, feine Linienführung der Blätter­Blumen-Ranken verbunden. Der äussere, betont gradlinige, massig verzierte Rah­men der Ikone und der ebenfalls betonte Rahmen der Snamenie-Darstellung, bringt Ordnung, Ruhe in die sich windende, be­wegte Linienführung. Das hohe Ausfüh­rungsniveau, die detaillierte Darstellungs­weise, die reiche Vergoldung und die schö­ne Linienführung binden unsere Ikone zum Stroganow-Stil. Vermutlich ist das Ikonen­bild früher verfertigt worden als dessen Silberdecke. Die Ikone „Der Erlöser" 9 (Abb. 3) ist ein charakteristischer Stück der russischen Ikonen des 19. Jahrhunderts, solche wur­den mehrere verfertigt. 10 Die russische Iko­nenmalerei im 19. Jahrhundert erstarrte sich, wir finden in ihrer Schaffungen schon 146

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