Imre Jakabffy (szerk.): Ars Decorativa 2. (Budapest, 1974)
KISS, Ákos: Kunstgewerbliche Angaben zur neohellenischen Stilrichtung im 19 Jahrhundert
I 1. STENGELPLATTE, LOBMEYR, WIEN Die heimischen wirtschaftlichen Schwierigkeiten der 1860-er Jahre und später die erste grosse Krise des beginnenden Kapitalismus haben die seit dem Reformzeitalter urgierte kunstgewerbliche Entfaltung ebenfalls nicht begünstigt. So konnte sich die neue Richtung in Ungarn nicht so leicht entwickeln.1 Unter den einzelnen Kunstarten begann die frühe Tätigkeit von Dávid Egger in der Schmiedekunst im Zeichen der neogriechischen Formen, und er behielt seine griechische Musterwelt auch noch zu Beginn der Achtzigerjahre. Die Bachruch-Werkstatt wies zu Beginn einen ähnlich grecisierenden Charakter auf. Beide stellten mit Vorliebe Schmucksachen, Kleiderschmuck her. Fülöp Link schuf in der antikisierenden Goldschmiedekunst auch Schmucksachen und Emailverzierungen. Das Museum für Kunstgewerbe bewahrt etliche Erinnerungen des neohellenischen Historismus. Die frühesten Erwerbe der Institution stammen aus dem Material der Wiener Weltausstellung vom Jahre 1873; dementsprechend stammen die ersten Stücke natürlich aus dem Kreise der neohellenischen Richtung. In Wien brachte — auch entsprechend der Beurteilung der 146