Archivalische Beilage der Historischen Blätter 1. (1931)
Die Urkunden des Stadtarchivs in Bregenz. I. Teil. Regesten von 1330 bis 1500 von Viktor Kleiner
garten zu Hard, stoßt an Vinkhen, an Schrädin und an den Bach. Darauf und auf des Verkäufers Haus lastet ein Jahreszins von 8 Sch. Pfg. für Graf Wilhelm von Montfort. Würde Herman diesen Zins nicht entrichten, so kann Beck denselben zahlen und damit das ganze Unterpfand an sich ziehen. Siegler: Hans Keller, den man nennt Buch, des Grafen Wilhalm von Montfort Landamman zu Pregentz. Orig. Perg. Das Siegel hängt. 46 1422 März 27. Ravenspurg. Graf Hug von Montfort, Herr zu Pregenz und Meister des St. Johannsordens in Tütschen Landen, Graf Hug von Montfort, Herr zu Pregenz und zu Pfannenberg und der genannte Hug, Ordensmeister für Elisabeth von Nellenburg des Grafen Wilhelm von Montfort sei., ihres Bruders Tochter errichten auf 20 Jahre einen Burgfrieden in ihren Schlössern Pregentz der Burg und Pregentz der Stadt in folgendem Umkreise: Der Burgfrieden fängt an in Rigkenbachs Tobell auf und ab und geht von da über den Pfender, über den Hagken hinunter bis in den Rugkbach und hinab bis in den See und dann nach der Schnur zu messen durch den See bis in die Lutrach, die Lutrach hinauf bis über den Stüssberg, so man aller glichest kann, bis wieder in den Rigkenbachs Tobel. Siegler: Die beiden Grafen, Johans Truchsäss zu Waltpurg, Reichslandvogt in Schwaben, ihr Schwager, Töllentzer von Schellenberg zu Kislegg. Vidimus von Bürgermeister und Rat der Stadt Lindau d. d. 1422 Mai 14. Orig. Perg. Siegel hängt. 47 1422 Mai 25. Bregentz. Graf Hug von Montfort, Herr zu Bregentz und zu Pfannenberg bewilligt — unter der Voraussetzung, dass auch der Abt von Bregentz und der Bischof von Constantz oder dessen Vikar hiezu die Zustimmung geben — dass die von Conrat Leber, Kaplan der hl. 3 Königpfründe zu Bregentz und anderen gestiftete ewige Messe bei der Kapelle zu Unser Lieben Frau im Hof zu Rieden (Siechenkapelle), trotzdem das Pfründevermögen noch nicht zum Unterhalte eines Kaplans ausreicht, dem Priester Hans Landolt verliehen werde und derselbe das bei der Kapelle 4* 19