Dr. J. Nemeskéri szerk.: Die spätmittelalterliche bevölkerung von Fonyód (Anthropologia Hungarica 6/1-2. Budapest, 1963)
Tabelle 22. Verteilung der Spondylose nach Geschlecht und Lebenslater. Lebensalter Vorkommen N N s Î der Spondylose % . Zahl der untersuchten Individuen 23 - 40 10 2 50,0 40 41-60 17 10 *7,3 57 Ol - X 2 2 57,1 7 Insgesamt : 29 14 104 Die Spor tylarthrosis, costovertebral© Arthrose, sowie die Arthrose der Extremitätsgelenku kam auch in dieser Population mit ähnlicher Häufigkeit vor (11,6 %) wie in den Populationen der von anderen Avcnren ( GASPÀRDY , MÉREI) untersuchten, stark belegten, völlig aufgedeckten mittelalterlichen Gräberfelder /37, 19, 44/. Aus der Zahl und dem Ausmass dir regressiven Veränderungen kann man daher auf der Grundlage uer pathologischen Analyse /23, 24/ nicht auf die auffallend schwere und außergewöhnliche körperliche Belastung bedeutende Lebensverhältnisse scbliessen, wie wir dies auf Grund dar Untersuchung des aus dem 10-11.Jahrhundert stammenden Gräberfelder von Gáva mit Recht tun konnten /43/. (Taf. y-XII) Status po 3t' fractura n. Die Häufigkeit von Frakturen war in unserem Material bloss in 7 Fällen feststellbar (6,7 %). 3 von diesen waren Schädelbrüche, die anderen Brüche der Extremttätgurtel bzw. Knochenbrüche an den freien Extremitäten (Taf. XI, XV). Fine Ausnahme stellt der Schädelbruch des im Grab Nr. 50 bestatteten Mannes (Inv.-Nr. 12290 - S 31-35 Jahre alt). Der am linken Lcneitelbein des Schädels unmittelbar neben der Sutura sagittal <3 befindliche etwa 26x51 mm grosse, ovale „Lochbruch" entstand durch einen mit gewaltiger Kraxt ausgeführten Schlag eines stumpfer Gegenstandes. Der 15x15 mm grosse Knochensplitter drang am Rand der Sutura sagittalis des „Lochbruches" in den Schädelraum ein und verknöcherte 3ich mit dessen Rand. Die abgerundeten Bruchränder des „Lochbruches", sowie die Verknöcberung des abgebrochenen Knochensplitters am Rand, an einem etwas tieferen ni* eau weisen auf die völlige Heilung des Bruches hin. Die üorigen.wä'irend des Bruches entstandenen Knochensplitter wurden offensicntl.-ch entweder absorbiert, dürften in den Schädexi îum eingedrungen sein, oder ertternten sieb iuren die iniolge des Knochenbruches verletzten weichteile (z.B. im Laufe des Ei^erungsprozesses ). Unsere histologische Abbildung stallt eatlang des Bruchrandes eine die Heilung des Knochengewebes auch mikroskopisch lestätigende vollständige Gewebsrestitution de-, die gagenüber dem histologischen Bild der nicht heilenden oder postmortal entstandenen Bruchlinie einen augenfälligen Unterschied zeigt. Die primäre Heilung von solche^ Ausmass brauchte zumindest 6-8 Wochen. An demselben Schädel ist an der rechts-*itigen A&terionregion eine 18x20 mm grosse, gleichfalls von einem stumpfen Gegenstand ausgeübten Hieb verursachte Verletzung zu beobachten. Das Schädclgev/ölbe war von Hieb nioht durchgerissen, sondern im Gebiet, wo die drei Nahten zusammenlaufen, entstand eine etwa 5-8 mm tiefe Impression. Am unteren Drittel des rechtseitigen Scheitelbeins in der Richtung der Kranznaht verläuft auf der Oberfläche vom Rand dieser Impression bogenförmig eine Berstungslinie. Be? derselben ü erson ist über der unteren Epiphyse der linkseitigen Tibia der Status nach einem geheilten schrägen Bruch festzustellen. Aar der Tatsache, dass die Person eine mit Extremität skr c. shenbruch kombinierta Schäüelverletzung et litten ur.d eic überlebt ha J , lässt darauf schxiessen, dass er nach diesen Verlet-ungen zun^ndest 2-3 Monate lang gepflegt worden ist. Er war nicht imstande sich selbst ~,u verpflegen. Al f dem linken Scheitelbein des Schädels und auf dem linken T^il der Squama frontalis waren bei der freigelegten Person (Inv.-Nr. 12406; ? 58-62 Jahre -\lt), die vor den regelrechten Ausgrabung arbeit en zum Vorschein kam, 70 mm lange und 40 mm breite durch Hiebe bedingte mehrfache Imprensionsspuran von verschiedener Tiefe lestzustellen. Die Oberfläche