Dr. J. Nemeskéri szerk.: Die spätmittelalterliche bevölkerung von Fonyód (Anthropologia Hungarica 6/1-2. Budapest, 1963)

seine ältesten Stammessitze gehabt hat. In der zweiten Hälfte der Árpádenzeit und im nach­folgenden Zeitraum ist in den Gräberfeldern Trans danubiens die der gemeinen Volksschicht angehörende ungarische Population und dementsprechend die europid-brachykrane Variante be­reits in bedeutsamer Zahl vertreten. .tünde des vorigen Jahrhunderts führten entlang des Süd­ufers ces Balaton, insbesondere im Komitat Somogy J.JANKÛ /28/, dann später L.BARTUCZ /6/ anthropologische Untersuchungen aus. Die anthropologischen Merkmale, die diese Verfasser für die gegenwärtige Population dieses Gebietes bestimmt haben - sind z.B. die überraittel­grosse Körperhöhe (K^m. Somogy - Landbezirk von Lengyeltót: 166,9 cm; Mittel-Somogy : 167,1 cm; Korn. Fomogy - LandDezirk von .'ib: 166,5 ca), ferner im Längen-Breiten-Index, der d 4 e Kopfform zum Ausdruck bringt,die Hyperbrachykephalie die modale Gruppe (Mittlerer Teil des Kom. Somogy: 84,7; Balatongegend: 8b, 7). Die in der Arbeit „Magyar tipusok" (Magyarische Typen) von J.JANKO veröffentlichten Typenbilder aus der Balatongegend, die damals zur Dis­kussion gestanden sind und scharfen Angriffen ausgesetzt waren, sind mit sehr richtiger Beurteilung ausgelesen worden. Ihre Stichhaltigkeit beweist nichts überzeugender als dass sich in der Population c*3S Gräberfeldes der Festung von Fonyód det 15-16.Jahrhunderts in Mehrheit ebenfalls derselbe Typ d.h. die europid-brachykrane Variante feststellen lässt, die eine das taxonomische Bild bestimmende Komponente darstellt. Zur Ausgestaltung und Be­wertung des taxonomischen Bildes der gegenwärtigen Population - denken wir - bietet in dieser Hinsicht auch unsere Abhandlung einen gewissen Anhaltspunkt. PALÄ0PATH0LOGIE Bei der Analyse der pathologischen Veränderungen der Skelcttfunde gingen wir nach dem biologischen Rekonstruktionsprinzip de- Population vor, dessen Bedeutung wir bereits an­dernorts ausgelegt /59/ und in mehreren Fällen angeffandt hatten /2, 41/. Die individuelle Losprechung der seltenen und Interesse erregenden pathologischen Fälle lassen wir jedoch auch hier nicht -ag. Au Skelettfund von 49 Kindern und 14 Juvenis Oer 167 Individuen umfassenden Serie wa­ren keine bewertbare (morphologisch) pathologische Veränderungen festzustellen. Solche be­obachteten und diagnostizierten wir auf 53 Skelettbefunden (51.9 %) der 104 erwachsener Individuen. Die Zahl der diagnostisch festgestellten pathologischen Erscheinungen ist 73, die in 9 Kraniche itaformen erschienen sind (Tab. 20). Tabelle 20. Vertîilung der pathologischen Veränderungen nach Lebensalter. *——Altersgruppen Diagno itizierte 1 *"— pathologic she Veränderungen -— Zwischen 25-40 Jahren Zwischen 41-60 Jahren Zwischen 61 - x Jahren Insgesamt Spondylosis def. 11 28 4 43 Spondy ".arthrosis et arthrosis costovertebralis 3 8 1 12 Arthrosis def. ­5 1 6 O&beoporose l ­— 1 Status post fract. — V — 7 Luratio chron. — 1 — 1 Osteomyelitis periostitis — 1 — 1 Synostosis praecox (Skiphokephalia) 1 — — 1 Hydrokephalia — 1 1 Insgesamt : 16 51 6 73

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