Dr. J. Nemeskéri szerk.: Die spätmittelalterliche bevölkerung von Fonyód (Anthropologia Hungarica 6/1-2. Budapest, 1963)

Sutura metopica. Die Häufijkeit der persistierenden Stirnnaht in der ganzen Stichprobe 5/96 m 5,2 + 5,1 %. Articulatio fronto-temporalis. Der Kontakt des anomalen Stirnfortsatzes der Squama temporalis mit dem Stirnbein erscheint in der ganzen Stichprobe in einer Häufigkeit von 5/88 =34+ 1,9 %, Os epiptericum. Das Auftreten dieses anomalen Knochens zeigt in den jün­geren Altersgruppen unseres Materials eine Anhäufung, kommt in den erwachsenen Alteregrup­pen seltener vor. Erscheint anter 23 Jahren in 6/23 - 26,1 + 9,1 %, über 23 Jahren beträgt die Häufigkeit 4/65 = 6,1 + 2,9 %• Sntura angularis post. inf. osais parietal! s. In der Incisure parietal is des Schläfenbeins jondert sich vom Scheitelbein zuweilen ein klei­ner Kno'hen (Os incisurae parietalia) ab. Bei unserer Untersuchung nahmen -rir die Varia­tion auch dann als manifestiert an, wenn der Knochen nicht völlig durch die anomale Habt isoliert war. Deshalb wenden wir die Benennung Naht und nicht die Benennung Knochen an. Häufigkeit in der ganzen S+ichprobe: 7/80 = 8,75 + 3,1 %. Ossa worm 4 ana. Das Erhalten der Knochen der Lambdanaht hängt von Grad der Obliteration ab, die Häufigkeit DerecAjneten wir deshalb bei Vernachlässigung der Al­tersgruppe übei 60 Jahre: 33/75 = 44,0 + 6,2 %. Cribra orbitalia. Die Perforation des Stirnbeinteiles der Augenhöhle ist bei Kindern bekannterweise häufiger anzutreffen als bei Erwachsene^. Häufigkeit o bei 0-14jährigen: 11/17 • 64,7 J 11,5 während bei 23-6Cjährigen: 9/62 = 14,5 +4,4 %. Tori audit", vi. Die zu den philog^ne^ischen Uberresten zählenden Exot bösen des äusseren Hö^gp.nges kommen in der ganzen Stichprobe in ejner Häufigkeit von 8/89 p 8,98 + 3,0 % vor. Die grössere Häufigkeit lässt sich bei Männern annehmen,jedoch auf GrunJ. unseres Matériels nicht beweisen. Tori mandibulare^. Nur in den Altersgruppen mit bleibendem Gebiss (15-xjährig) beträgt die Häufigkeit 6/68 = 11,8 + 3,9 %. Schwach entwickelt. Foramina mentalia auf allen 68 beobachteten Unterkiefern sind in ge­wöhrlicher Forir und Zahl vorhanden. Torus palatínus. Tie schwache, kantenförmige Hervorhebung der lutura mcliopalatina zählten wir nicht zur Variation, wohl aber in dem Falle,wo sich entlang der Naht eine vorgewölbte Area befindet. Diese Variation ist in dar ganzen Stichprobe in einer Häufigkeit von 13/76 m 17,1 + 4,3 % vertreten; entschiede schwach entwickelt. Die Häufigkeit der einzelnen anatomischen Variationen des posokrar-'alen Skeletts be­rechneten wir in der Altersgruppe der 23-60jährigen. Am Humerus zogen wir drei Gebilde in Betracht» Ferforatio fossae olecrani. Bei Männern auf der rechten Seite 0/38, auf der linken Seite in einer Häufigkeit von 2/56=5,6 %, bei .'Tauen kommt sie auf der rechten Seite in der Häufigkeit von 2/24 =8,5 %, auf der linken tíeite in 4/29 = 18,8 % vor, Foramen epicondyloideum. Bei Männern beläuft sich die Häufig­keit auf der rechten Seite auf 0/58, auf der linken Seite auf 1/55 = 2,85 %, bei Frauen auf der rechten Seite auf 0/25, auf der linken Seite auf 1/28 i 3,6 %. Processus entepicondyloiueus Bei Männern, rechts: 1/38 » 2,6 % t links "735. Tel Frauen, rechts: 0/23, links 0/28. Die Häufigkeit des Trochanter tertius femoris beträgt bei Männern auf der rechten Seite 5/27 = 18,5 %, auf der linken Seite 8/33 • 24,2 %. Bei Frauen ist die Häufigkeit auf der rechten Seite 10/25 = 40 %, auf der linken Seite 6/21 = 28,u %. TAXONOMTSCHE UND VERGLEICHENDE AUSWERTUNG Mit Hinweis auf den einleitenden historischen Abschnitt ist es bereits bekannt, dass innerhalb der Population des Gräberfeldes eine frühere (12.Jh. ) und ein'- spätere Gruppe (15-16,Jh. ), die den Grossteil bildet, zu unterscheiden ist. Die Abgrenzung der früheren Gruppe j.st - in Ermangalung archäologischer Funde - ungewiss. Auf Grund des abweichenden Erhaltungszustandes der anthropologischen Funde und der Abweichung vo: der modalen Cruppe gehören von den Erwachsenen (23-X Lebensalter) 1' wahrscheinlich der einstigen Population

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