Dr. J. Nemeskéri szerk.: Die spätmittelalterliche bevölkerung von Fonyód (Anthropologia Hungarica 6/1-2. Budapest, 1963)
Vom Gesichtspunkt der Rassendiagnose lässt sich die Bedeutung der Gesichtsflachheit nicht ableugnen (ALEXEIEW /5/; DEBETZ /15, 16, 17/; LEWIN /33, 34/; ROGINSKI /46, 47/; T. TOTH /54-62/) und dies kann nicht nur auf die völkerwanderungszeitlicher, sondern auch auf die epätmittelaltcrlichen Funde bezogen werden. Im Falle der Funde von Fonyód ist auf Grund <*er biometrischen Analyse für die männliche Gruppe der Population das profilierte Uuropoide) Gesicht kennzeichnend (Tab. I5 und 13), die Frauengruppe steht indessen vornehmlich laut den dakryalen und symotischen Angaben in der Mitte zwischen den Europoiden und Mongoloidén ^Tab.15 und 14).Dasselbe kommt auch im Werte des nasalen Mittelkoeffizienten zum Ausdruck (Tab. 15 und 16). Alldas lässt die Voraussetzung zu, dass der in der spätTabelle 16. Vergleich der wichtigsten Werte der Gesichtsflachheit. (Angaben des Verfassers, 1958-65) Ethnische Gruppen ' Merkmale Koeffizienten Mittlere Mittlere für Gesicht für Nase Allgemeiner Mittelindex Fonyód, 12-16. Jh. 17,0 26,4 21,7 + 4 Kérpuszta, 11. Jh. 9,0 23,4 16,2 ± 3 Vohá-s-Csele, 14-15. Jh. 9,3 27,8 18,5 t 6 Oroshaaa-RakOczitelep, 11-12.Jh. 8,0 6,8 7,4 + 6 Bolgary, 10-15.Jh. 17,1 19.0 18,0 + 7 Slowenen, 11-14.Jh. 9,7 21,9 15,8 + 2 Tadschiken, 15-19.Jh. 14,2 20,2 17,2 + 5 Altrisoh-3a janis hes Gebirge, 6-10. Jh. 67,7 50,3 59,0 + 5 Mongolen, 18-19.Jh. 79,0 70,5 74,7 + 3 Ul\ö I., 8.Jh. 12,2 21,8 17,0 + 4 Eger, 10. Jh. 0,7 26,0 13,3 + 10 Tiszanana, 9-10.Jh. 15,5 14,1 14,8 + 10 1 mittelalterlichen (vorwiegend europoiden) Population von Fonyód auch spätzeitige, entweder nach dem Zenall des awaritcher Khaganats im Mittleren Transdanubien fortgebende oder mit dem landnehmenden Ung?-"tum ins Karpatenbecken gelangte, in ihrem mongoloidén Typenspektrum stark verwischte Volksreste angehört haben. Dieses Problem bedarf jedoch einer weiteren Analyse. DESKRIPTIV-MORPHOLOGISCHE MERKMALE Die deskriptiven Merkmale der Sohädel und Skelette hielten wir im allgemeinen each den konventionellen \ufnahmeschemen fest. Beim Hinterhauptsprof il unterschiede!- wir die einfache planoccipitale und die curvoccipitale Form von der staik bogenförmigen, konischen Form. Die \erteilung der verrchiedenen Merkmalkategorien veranschaulicht Tab. 17- Diese Merkmalkategorien erklären sich selbst. "Vegen der kleinen Beobachtungazahl wer es nicht wert uns mit der Berechnung der prozentualen Häufigkeit zu befassen. Es s;i erwähnt, dass bei den Röhrenknochen, in den HRDLICKAschen Schemen /26/ des Querschnittes der Diaphysen zwischen der rechten und linken Seite ein und desselben Individuums (besonders bei der Fibula) ziemlich häufig Abweichungen zu finden sind,wodurch der anthropologische Wert dieser Merkmale in hohara Masse herabgesetzt wird. Auf G; und der Verteilungen zeigt sich im Vor-