Dr. J. Nemeskéri szerk.: Crania Hungarica 2/2. (Budapest, 1957)
8. Der Kraniofacialindex beträgt im männlichen Geschlecht im Mittel 97,61, im weiblichen 91,44, ist also innerhalb der menschlichen Variationsbreite ausserordentlich hoch. Zum Vergleich führen wir nach S. Martin an: Schweizer /Disentis/ 88,1 Tiroler 89,9 Alamannen 91 f 4 Spanier 91,5 Buriaten 92,7 Kalmücken 93,6 Sohweden /Eisenzeit/ 95,4 ïïordchinesen 96,5 Eskimo 100,8 Tschuktsohen 102,8 Diese Breitgesichtigkeit , die besonders bei den Männern deutlich ist»unterscheidet die Awaren weitgehend von den nordischen Typen. Es ist eben bei ihnen, wie schon bemerkt, dieselbe Gro ssgesichtigkeit vorhanden, wie wir sie bei den Protomongolen, Palaeosibiriera und nordamerikanischen Indianern wiederfinden.Die Einzelwerte verteilen sich folgendermassen: M W 86,0-89,9 1 6 90,0-93,9 2 2 94,0-97,9 2 2 98,0-x 9 Dieses Verhältnis erklärt sich wohl auoh daraus, dass erwiesenermassen grössere Jochbogenbreite dominant ist über kleinere und infolgedessen auch die nordoiden Individuen infolge awarischer Beimischung breitere Gesichter haben. 9. Der Jugofrontalindex. Dieser betragt im Mittel beim männlichen Geschlecht 72,35, beim weiblichen 73,95, schliesBt sich also an die mediterranen Kreter /74,2/, die Merowinger /74/ und Altägypter /73,5/ an, ist aber bedeutend höher wie bei den palaeosibirischen Gruppen. 10. Der Frontomandibularindex. Sohon der Jugomandibularindex ist mit 76 in beiden Geschlechtem fast um 3 Einheiten höher wie der Jugofrontalindex. Diese Situation wird noch klarer, wenn wir die Einzelwerte des Prontomandibularindex betrachten, dessen Mittelwerte 104,82 und 100,91 sind. M W x-94,9 95,0-99,9 100,0-104,9 105, 0-x Eine ganze Reihe von Individuen hatten also verkehrt ovale oder trapezförmige Gesichter, wie wir sie heute eigentlich nur bei den turanischen Randvölkera Russlands, bei Kirgisen und Kalmücken, sehen. Der Gesichtssohnitt war also vom eurafrikanischen bei vielen Individuen sehr stark verschieden. 11. Orbita-Index. Im Mittel beträgt der Orbitaindex bei den Männern 84,04, bei den Prauen 86,54. Die Einseiwerte verteilen sich wie folgt: 3 3 2 4 4