Leitfaden über das Militär-Oekonomie-Verfahren der Stabs-offiziere der kaiserl. königl. Oesterreichischen Armee (Wien, Trieszt, 1821)

7§ II. Hauptsi ű ck. gemessensten find, und was bey Ne« Lernahme betrei­ben ju beobachten ist. . Verwendung der lohgaren Pferds- haute. Welche Häute -um Glanzstossen sürzuwählen sind. Aut was de« Commandant bey Unterbringung d. loiigaren Häute besonders zu se­tzen hat. unnöthig, was aber das Gewicht betrifft, so sind jene, welche nicht über 8 Pfund wiegen, zur Manipulation die angemessensten. Nachdem das Brandsohlen-Leder auf die nämliche Art, wie das Terzenleder bearbeitet wird, so ist auch bey der Uebernahme desselben das nämliche zu beob­achten , was beym Terzettleder bemerkt wurde, nur daß man beym Brandsohlen - Leder nicht auf die äußerliche Farbe sehen darf. §• 269. Lohgarnc Pferds häute werden nur zum Ueberziehen der Pistolen - Halfrer verwendet, man muß sohin niemahls Pferdshälite bey einer Commission ankaufen, wo keine Satklerey bestehet, weil dieses nicht zu Brandsohlen, viel­weniger zu Rahmen anwendbar ist. B ey Uebernahme des Brandsohlen - Leders ist sich so­nach wohl in 2id;t zu nehmen, daß nicht Pferdshäute un­tergeschoben werden, welche sogleich durch den länger» Hals kennbar sind. ^ 270. Zum Glanzstossen müssen immer reine, und gleiche Haute ausgewählt werden, welche weder mit Narben, noch mir Engrigen und starken Schnitten behaftet sind. Die Gleiche will sagen, daß solche nicht zu stark am Schild, das ist, nicht zu stark am Rücken, und nicht zu schwach, oder abschößig am After, das ist, gegen den Bauch zu sind. §. 271. E ine solche Haut wird mit Wasser benetzt, und ge» streckt, sodann auf der Aussenseite ausgefalzt, und auf der Narbenseite mittels gläserner Kolben, oder stählener Grif­fel in Glanz gestoßen. Diese Häute müssen eben so, wie das Oberleder, be­vor selbe in die Arbeit kommen, mit dem eisernen Com- missionß - Stämpel bezeichnet werden. Bey allem lohgaren Leder muß vom Commandanterr gesorgt werden, daß selbes ganz trocken in das Magazin kommt, weil es sonst leicht zum brennen anfängt; auch

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