Leitfaden über das Militär-Oekonomie-Verfahren der Stabs-offiziere der kaiserl. königl. Oesterreichischen Armee (Wien, Trieszt, 1821)
138 II. Hauptstü ck. meiste»' nothig, es ist bey derselben eins ununterbrochene Aufsicht zu unterhalten, damit die Lederhäute mit Geschicklichkeit und gut angewandter Spekulation auf das wirth- schaftlichste geschnitten werden. Dieser nützliche Schnitt besteht darin, daß aus einer Haut anfänglich so viel möglich die wesentlichsten größten Destandtheile, z.B. aus einer Sämischhaut Patrontaschen- Riemen und Bandaliers, aus einer Glanz - Terzenhaut Satteltaschen und Patrontaschen - Decket und sonsten, au§ dem größern Abfall die mittler» Bestandtheile, und so fort die kleinsten so lange ausgeschnitten werden, bis nur noch der zu gar keiner Manipulation anwendbare, mithin zu verkaufende Abfall übrig bleibt. VeobLchtungen der Manipulati- onS-Dfftcice, um ihre Manipulationen zur möfl. lieb (teil Vollkommenheit zu bringen. §. 4igSo wie nack) den hier aufgestellten Säßen die Mank- pulations-Officiere durch zweckmäßige Anwendung ihrer Kenntnisse, durch Fleiß und Thätigkeit in der Verwaltung, der Manipulation einen sehr wesentlichen Nutzen schaffen können, eben so ist aber auch, um die Manipulationen zur möglichsten Vollkommenheit zu bringen, noch noth- wendig, daß sie mit gleich strenger Aufsicht, die Ordnung, Sittlichkeit, Folgsamkeit, und die in Militär-Diensten so nöthige Subordination unter dem Militzer Personale erhalten, zu welcher dasselbe durch den abgelegten Eid verbunden ist, und die es auch mit sich bringt, daß jeder Milißer nicht nur die bestimmten Arbeitsstunden pünktlich zuhalte, und sich während derselben durch gute Anwendung seiner Professions-Kunde, und durch Fleiß und Emsigkeit bestens für den Dienst verwende, sondern auch diejenigen Arbeiten ohne Widerrede vornehme, die ihm von dem betreffenden Ober- oder Untermeister täglich zuge- theilt werden, und solche gut und verständig um so mehr verfertige, als alle Erzeugungen auf vorhergehende Befehle deS Commando geschehen. Obet- unb Unter, meiflet gu beobachten fjeiben.