Hirtenfeld's Oesterreichischer Militär-Kalender 1856 (Wien, 1856)

158 bet. Die Vermehrung geschieht durch baare Bei­steuer, Verkauf von patriotischen Schriften und Gedichten, Radetzky'Schießen u. dgk. §. 4. Er sammelt alle auf das Leben und die Thaten des Heldenmarschalls und der siegreichen Armee Bezug habende Schriften und Gedichte, verbrei­tet sie durch Abdruk, um dadurch ein Andenken an die Retter des Vaterlandes und Oestreichs Waffenehre zu gründen. § 5. Er wirkt nach Kräften zur Förderung der Landesver- theidigung durch Belebung des Schüzenwesens, An­schaffung und Verbesserung der Waffen hiezu, Weitschußübungen, Prüfung der verschiedenen Weitschußgewehre, die unter den Namen Mahl- Schedl'sche Bergbatterie bekannt sind, und von demselben noch immer vermehrt, der Landes- Defension zur Disposiizion gestellt und dem be- sondern Schuz des Vereins überlassen sind. §. 6. Mitglied wird jeder Patriot, welcher thätig in diesem Sinne wirkt und monatlich 6, 12 oder 24 kr. R. W. erlegt; er ist jedoch nur für einen Monat verbindlich. §. 7. Die Gelder aber werden zu jenen Zweken ver­wendet, welche die Zeitumstände immer als die nothwendigsten erkennen lassen, wie z. V. gegen­wärtig der Innsbrucker Verein seine Ausgaben auf Verpflegung von Invaliden und SSertoun«- beten beschränken muß. $. 8. Die Leitung der Geschäfte übernimmt die Vor- stehung. Ueber Einnahme und Verwendung der Gelder wird monatlich öffentlich Rechnung gelegt. §. 9. Das Organ des Vereins ist die Tiroler Schützen­zeitung. Innsbruck, am 1. März 1849. ■ Aus dem Inhalte dieser Statuten sehen wir, daß der durch Mahl-Schedl angeregte Verein, wie wir in-

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