Géfin Gyula: A romkert feltárása (1938-1943) - Acta Savariensia 6. (Szombathely, 1992)

Die Aufdeckung des Ruinengartens (Auszug) (Géfin Gyula)

Gyula Géfin: DIE AUFDECKUNG DES RUINENGARTENS (Auszug) Eine von den wichtigsten römerzeitlichen Ausgrabungen der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts Ungarns war die Aufdeckung des Szombathelyer Bischof- und Seminargartens. Bei den Bodenuntersuchungen, die mit dem Aufbau des neuen Seminargebäudes verbunden waren, wurde an römische Mauerreste und Mosaikfussboden gestossen. Über die Funde wurde sofort die Komission des Landesdenkmalschutzes berichtet, welche ernennte als Ausgrabungsleiter István Paulovics. Aber anstatt des vielbeschäftigten Grabungsleiters nahm Gyula Géfin der Rektor des Priesterseminars die alltägige Leitung über. Die Arbeit dauerte vom Jahre 1938, mit der Restaurierung bis 1943. In Zwischenzeit wurden Strassenteile des antiken Savaria, die aula (bezeichneten als Basilica S. Quirinus) und die cella trichora (gemeint als Porta Scarbantia), sowie die Mauerreste der mittelalterlichen Burg von Szombathely aufgedeckt. Gyula Géfin war kein Archäolog, darum berichtete er István Paulovics im häufigen Briefwechsel, über die Ergebnisse und Probleme der Ausgrabung. Dieser Briefwechsel ist heute im Archiv des Ungarischen Nationalmuseums und in der Diözesebibliothek zu Szombathely aufbewahrt. Ein Jahrzehnten später nach der Abschluss der Grabungen, im Jahre 1954 stellte Gyula Géfin die authentische Geschichte der Ausgrabungen aufgrund dieses Briefwechsels und der damals erschienenen Zeitungsnachrichten zusammen. Dieses tagebuchartige Werk ist die wichtigste Quelle zu den Unterzuchungen der Überreste des später von István Paulovics benannten Szombathelyer Ruinengartens. 164

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