Imre Jakabffy (szerk.): Ars Decorativa 1. (Budapest, 1973)

BOBROVSZKY, Ida: Die Maria Theresia-Gedenkschüssel aus Herend

2. LITHOGRAPHIE VON V. H. NORDEN NACH DEM GEMÄLDE J. HASSLWANDERS ben, dass seine Bemühungen und seine materiellen Opfer mit staatlichen Darlehen oder auch auf andere Art honoriert sein würden. Nach der Ausstellung gestaltete sich seine Si­tuation tatsächlich für günstig: er erhielt den Franz-Josefs-Orden, in Februar des Jahres 1863 hat man ihn dem Kaiser vorgestellt, der die geschützten Muster der eingestellten Wie­ner Porzellanfabrik an Herend übertrug. 11 Von hier an knüpfte sich Fischer mit starken Fäden zum Hof, diese Verbindung wurde durch sorgsame Hände zeitweise verstärkt. So wurde er Hoflieferant, und bekam im Jahre 1867 den ungarischen Adel. 14 Jedoch weisen seine Kredittransaktionen unveränderlich ein trostloses Bild solchermassen auf, dass schon am Ende der 60-er Jahre seine Fabrik an den Rand der Katastrophe geriet. Das persön­liche Wohlwollen des Herrschers war nicht genügend dazu Fischers Probleme zu lösen. In Ungarn befindet sich in den 1860-er Jahren keine einzige Kreditanstalt, die ein Staatsdar­lehen gewähren und Fischers gewerbliche Kredittransaktionen abwickeln hätte können. So sein ursprüngliches Ziel, die wirtschaftliche Stärkung der Lage seiner Fabrik, wurde für ihn nicht erreichbar. Fischers Werk war evident eine Folge jener ideologischen Strömung, die auf österreichi­149

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